Rotorua
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Das Wai-o-tapu Thermalgebiet (Wai-o-tapu heißt übersetzt "heiliges Wasser") ist das Größte zwischen Rotorua und Taupo. Der erste Vulkan brach hier vor ca. 150.000 Jahren aus, die Hydrothermalaktivität entstand vor ca. 15.000 Jahren. Ein kleiner Bach namens Waiotapu Stream durchfließt das Gebiet, der in den Waiotapu River mündet und weite Teile der Landschaft geformt hat. Fische können hier nicht existieren, denn im Wasser findet sich ein wahrer Chemikaliencocktail. Die verschiedenen Farben im Gestein und an den Pools entstehen durch unterschiedliche Elemente und Verbindungen. Gelb ist der Schwefel, Orange leuchten die Antimonsulfide, Weiß das Siliziumoxid, Grün die Arsensulfide, Schwarz der Kohlestoff, Purpur ist Mangan und Rotbraun das Eisenoxid. Als unangenehme Begleiterscheinung riecht es in diesem Gebiet ständig nach Schwefelverbindungen, so ähnlich wie faule Eier.



Devil's Home



Wasserfall aus Schwefel



Aussichtspunkt über das untere Wai-o-Tapu-Tal mit der Bratpfannenebene, der Frying Pan Flat.



Von hier kann man schon den weiteren Rundweg überblicken, der von dichten Wäldern und einigen Seen gesäumt wird: dem Lake Ngakoro, Echo Lake und Kale Whanga-o-terangi.



Artist's Palette: Von einer Plattform aus sieht man mehrere sehr farbenreiche heiße und kalte Tümpel.



Die Palette schließt sich direkt an den Opal Pool an und zeigt ein wirklich großes Spektrum an farbigen Ablagerungen.



Mud Pools



Der zähflüssige Schlamm beult die Oberfläche aus und dann springen zähe Tropfen in die Luft um mit lautem Klatschen wieder zu landen und mit der Oberfläche zu verschmelzen.



Der Geysir würde auch ohne menschliche Hilfe alle 48h ausbrechen, aber durch zutun von Seife, wird die Oberflächenspannung verringert, wodurch die Ausbrüche für Touristen besser gesteuert sind.



Der letzte Höhepunkt auf dem Rundweg ist das Devil´s Bath, ein Krater mit sehr intensiv grünlichem arsensulfidhaltigen Wasser, der vom Champagne Pool gespeist wird. Je grüner die Farbe, um so mehr Arsensulfide sind enthalten.




Beim Ausbruch des Mt. Tarawera in Rotorua wurde 1886 die Umgegend des Vulkans völlig verwüstet. Es entstand ein 17 km langer Erdriss, der den Berg in zwei Teile spaltete und den Rotomahana-See auf das 20-fache seiner normalen Größe anschwellen ließ. Dazu entstanden die sieben Krater, die heute zusammen das vulkanische Tal Waimangu ausmachen. Das Waimangu Tal gehört heute zu einem der schönsten Naturschauspiele der Welt. Aus den Quellen strömen die verschiedensten Stoffe und Gase und erzeugen somit bezaubernde Farben. Von tiefen Grünfarben, über blau, orange und gelb gibt's hier je nach Lichteinfall alles und das bei Temperaturen von bis zu 50°C.



Landschaft rund um das Waimangu Thermal Valley



Nach dem Ausbruch des Echo-Kraters im Jahre 1917 füllte sich dieser sehr schnell mit Wasser und beherbergt heute den größten Heißwassersee der Welt mit einer Fläche von 38.000 qm. Die durchschnittliche Temperatur des Sees, der "Bratpfannensee" genannt wird, liegt bei 50 Grad.



Während der 3,9km langen Wanderung bot sich uns eine ständig wechselnde Landschaft. Hier ein Wasserfall am Wegesrand.



Ein Pukeko.



Der hier abgebildete Infernokrater entstand erst 1889: auf dem Grund des Kratersees befindet sich ein Geysir.



Boden um den Infernokrater.



Der Regenbogenkrater.



Die Warbrick - Terasse befindet sich in dem bereits vor 1886 entstandenen Regenbogenkrater. Hier kann man mehrere schnell wachsende Silikatplattformen sehen, bei denen auch die Algen zum Wachstum beitrugen.



Badewasser :-) Schwefelablagerungen am Flussufer.



Blick auf den Boden eines Flusses.



Ein weiteres schönes Stück Neuseeland.



Die ganze Landschaft war geprägt von den nach Schwefel riechenden Wolken...Schön für das Auge, nicht ganz so schön für die Nase.



Marmorterrassen:



Bräunliches silikatreiches Wasser fließt mit einer Temperatur von fast 100°C in flachen Wellen langsam über die Terrassen und bildet dabei den Marmor durch Salzablagerungen.



Ausblick auf den Rotomahana-See.



Rotomahana-See: Auf diesem unternahmen wir zum Abschluss unserer Wanderung eine 45-minütige Bootstour.



Dies ist die zum Echo-Crater gehörende Kathedrale. Dieser dampfende Monolith wird auf ein Alter von mindestens 50.000 Jahre geschätzt.



See vom Boot aus.



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